Ingrid Grill-Ahollinger: Kompetenzorientiert lehren und lernen mit “Ortswechsel”

In dem rund einstündigen openreli Live-Event am 25. Oktober 2013 ab 17:15 Uhr stellte Frau Grill-Ahollinger die Konzeption des Lehrwerks “Ortswechsel” für den evangelischen Religionsunterricht vor und zeigte anhand konkreter Beispiele, wie damit kompetenzorientiert unterrichtet werden kann.



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Interessante Links aus dem Chat der Teilnehmenden:

6 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo,
    mir ist es wichtig, im RU auch Angebote zu machen, die die “spirtiuelle Kompetenz” der Sch. foedern koennen. Das hat vor Jahren angefangen, dass ich am Anfang der Stunde in Klasse 5 und 6 kurze Geschichten vorgelesen habe, die zum Nachdenken und Diskutieren eingeladen haben. Irgendwann haben dann die Sch. in Klasse 8 oder 11 nachgefraget: “Herr Richter, wo sind ihre Geschichten? Vorher fangen wir den Unterricht an.” So habe ich mit der Zeit eine Palette an Spruechen, Videos, Musikstuecken und Bildern gesammelt, um ein passendes Angebot fuer die entsprechende Altergruppe zu schaffen. Und ich habe Sch. ermutigt, selbst Stundenanfaenge zu gestalten. Natuerlich ging es dabei nicht um ein “Bekenntnis”, sondern ein Gedicht oder ein Bild vorzustellen, mit dem der Vortragende etwas verbindet. Auch von verschiedenen Verlagen werden Materialien mit Bilder, Texten und Fragen angeboten. So kann der RU und damit die Religion vielleicht ein klein bisschen Heimat werden.

  2. Pingback: Tag 23.23. Quo vadis, K.O.? | ChGünthers Kursblog

  3. Hallo Matthias,

    ja – diese Frage ist diskussionswürdig. Ich war gegen Ende der Session noch beim Tippen in den Chat, hab´s dann aber doch wieder bleiben lassen, weil die Zeit um war. Mir ist auf den Lippen gelegen, dass das Buch ja so wunderschön im Untertitel “eröffnet Räume” heißt. Ich glaube, dass das letztlich die Funktion ist, die der RU (noch) leisten kann: ein niederschwelliges Angebot, das den SuS ein Stück weit die Tür öffnet zur Religion. Ansonsten finde ich auch die von dir verwendeten Metapher Oase, Zwischenhalt und Weg ganz passend.

  4. Die spannende, durch eine Äußerung von Christian Günther gegen Ende der Session angestoßene Frage, die mich bewegt: Kann in Zeiten der konfessionellen Entwurzelung der RU helfen, eine spirituelle Heimat zu finden?

    Heißes Eisen, würde spontan sagen, dass der RU eine Art Wegweiser und auch Weggenosse sein kann, bestenfalls also als Teaser dieser “Heimat” fungieren kann…

    Im Grunde ist mir das Bild der Heimat auch zu statisch (als ob Glaube, Überzeugungen und spirituelle Praxis sich nicht ändern könnten und würden): Das Zweite Vatikanische Konzil spricht von der Kirche als Volk Gottes auf dem Weg, dieses Bild finde ich zeitlos genialst – und in diesem Bild kann RU, wenn er gut gelingt und der Beziehungsrahmen stimmt, vielleicht eine Oase, ein Zwischenhalt sein, in der man sich wohlfühlen kann und in der man sich erholen kann und zu Kräften kommen kann, aus der es dann aber auch irgendwann wieder aufzubrechen gilt – wohin und wozu auch immer der Heilige Geist es weist.

    Dieses Konzept entlastet auch Lehrende, da sie nicht für das Seelenheil der jungen Lernenden hauptverantwortlich sein können. Freilich schwingt das Pendel der katholischen RU-Betrachtung nach maximaler Ferne zu einem wie auch immer missionarisch geprägten Konzept wieder weiter in dessen Nähe, zwar sind die Lehrenden unseres Faches vielleicht noch mehr als in anderen Fächern als DAS Medium des Unterrichts gefragt, natürlich als Person mit Überzeugungen, aber den Bau und die pflegende Aufrechterhaltung einer geistigen Heimat – das ist ein für mich zu schweres Joch…

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