Mail-Vorstellung (Angela Ransdorf)

Hallo alle zusammen!

Mein Name ist Angela Ransdorf und ich lebe und arbeite in Wien. Eigentlich wollte ich ja bei der Eröffnungssession dabei sein, habe aber dann vergessen, mit welchem Namen ich mich angemeldet hatte und bin nicht reingekommen – und das bin typisch ich! Immer gerne bei interessanten Sachen dabei, aber dann chaotisch und schusselig … und das geht nun schon 58 Jahre so!

Von diesen unterrichte ich bereits 38 Jahre, habe mit Religionsunterricht angefangen (Reli-Lehrer waren damals Mangelware); als ich dann endlich das Studium abgeschlossen hatte, kam dann auch Biologie dazu – und nun habe ich eigentlich nur mehr Biostunden und heuer nur mehr eine einzige Religionsstunde! Ich unterrichte an einem Gymnasium, das auch einen Hochbegabten-Zweig hat, was meiner Meinung nach die Ursache dafür ist, dass wir relativ viele Schüler_innen o.r.B. haben. Auch jene, die einem Religionsbekenntnis angehören, melden sich häufig ab, um in den Ethik-Unterricht zu gehen (der bei uns an der Schule – Gott sei Dank (;-)!) für nicht RU-Besucher verpflichtend ist), weil sie meinen, Intellektualität und Religiosität vertrügen sich nicht… Ich versuche nach besten Kräften, den Gegenbeweis anzutreten. Durch den Biologie-Unterricht, der bei uns auch in den Formen „Science“ und „NAWI“, wo wir mit Chemie und Physik zusammen arbeiten, vorkommt, arbeiten wir sehr stark kompetenzorientiert. Es beginnt schon in der ersten Klasse, wo die Schüler_innen immer wieder FSA (Freie Selbstständige Arbeit)- Phasen haben, in denen sie eigenständig an gestellten Aufgaben arbeiten, geht dann weiter im Unterricht mit dem Erstellen von Experimenten: Sie müssen überlegen, was sie prüfen wollen, welche Erwartungen sie haben aufgrund welcher Hypothesen, dann beobachten und dokumentieren, dann nach der Durchführung das Ergebnis bewerten, begründen und in Bezug zur aufgestellten Hypothese bringen bzw. gegebenenfalls eine neue aufstellen.

Diese Methode ist wohl für den RU nicht so geeignet (obwohl wir als Vorbereitung für eine Podiumsdiskussion zur Weltgebetswoche für die Einheit der Christen eine Straßenbefragung gestartet haben, die auch schon Einiges an Kompetenzen verlangte – Entwurf des Fragebogens, statistische Auswertung, Interpretation…), aber die Verwendung von Texten und Diagrammen, oder umgekehrt, der Auftrag, selbst etwas schematisch darzustellen, passt auch in den RU. Bei der Forderung, den Transfer auf das eigene Leben zu leisten, hat es der RU eigentlich leichter, denn es geht immer um die persönliche Stellungnahme – und es ergeben sich auch immer Gelegenheiten, Worte in die Tat umzusetzen (caritative Aktionen).

Ich denke daher, die Betonung des Kompetenzerwerbs im RU kann uns nicht wirklich Kopfzerbrechen bereiten, denn eigentlich wurde ja sicher schon vielerorts so gearbeitet, ohne dass man dies so benannt hätte.

Vom open-reli-Kurs erwarte ich mir außer zusätzlichen Anregungen bezüglich Kompetenztraining auch eine spirituelle Bereicherung, da wir doch alle als religiöse Menschen unsere Überzeugung in einem oft areligiösen und immer stärker auch antireligiösen Umfeld zu leben versuchen. Ob ich durch den Kurs zur Bloggerin werde, glaube ich eher nicht – ich verbringe so schon zu viel Zeit vor dem Computer! Aber hin und wieder mal einen Kommentar auf fb, das müsste schon drin sein! – Freu mich schon auf ein spannendes Lernen!

Angela

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Angela!

    Vielen Dank!
    Noch eine Bemerkung zum Eintreten in die Online-Meetings: Alle TeilgeberInnen gehen über den Gastzugang hinein und können sich irgendeinen Namen geben (Eigenname ist zwar gut, da wir uns ja auch vernetzen wollen, aber vom System her nicht notwendig). Das hat mit der Registrierung bei openreli, um den Newsletter zu erhalten, nichts zu tun.

    Nicht aufgeben + viel Erfolg beim nächsten Meeting!

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